{"id":1231,"date":"2016-03-16T14:07:41","date_gmt":"2016-03-16T13:07:41","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=1231"},"modified":"2022-03-06T19:39:28","modified_gmt":"2022-03-06T18:39:28","slug":"saint-martin-canton-wallis-switzerland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/de\/saint-martin-canton-wallis-switzerland\/","title":{"rendered":"Saint-Martin, Kanton Wallis, Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Die Gemeinde St-Martin mit ihren rund 950 EinwohnerInnen liegt auf 1.400 m Seeh\u00f6he, etwa 15 km s\u00fcd\u00f6stlich von Sion, der Hauptstadt des Kantons Wallis. Sie umfasst neun D\u00f6rfer auf einer Gesamtfl\u00e4che von knapp 3.700 ha. Im Detail sind 2,3 % der Siedlungsfl\u00e4che gewidmet, 43 % mit Wald bedeckt und 33 % werden f\u00fcr die Berglandwirtschaft mit Milch- und K\u00e4seproduktion genutzt. Zwischen 1970 und 1990 ging die EinwohnerInnenzahl um 13 % zur\u00fcck und konnte seither stabilisiert werden. Eine Besonderheit stellen die rund 1.300 Zweitwohnungen dar, von denen 600 vermietet sind.<\/p>\n<p>Der Entwicklungsprozess von St-Martin wurde 1988 in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation und induziert durch ein Schl\u00fcsselerlebnis gestartet: Die Ablehnung eines geplanten intensiv-touristischen Projektes durch eine \u00fcbergeordnete Beh\u00f6rde l\u00f6ste einen breiten Nachdenkprozess \u00fcber die Entwicklung der Gemeinde aus, in den die B\u00fcrgerInnen integriert waren und wo regionale Kooperationen eingegangen wurden.<\/p>\n<p>Im baulichen Bereich versuchen die Gemeinde und auch initiative Privatpersonen als prim\u00e4re Ma\u00dfnahme, die leer stehenden Geb\u00e4ude, die zu Ruinen verfallen, unter Erhaltung der authentische Architektur wiederaufzubauen. Um der Zersiedelung Einhalt zu gebieten, wurden rund 30 % der Fl\u00e4che aus der Bauzone, die Streusiedlungen vorbehalten war, umgewidmet. Das zweite Standbein des Entwicklungskonzepts bildet der Fremdenverkehr, speziell Agrotourismus und sanfter Tourismus.<\/p>\n<p>Generell erfolgt die Entwicklung in f\u00fcnf miteinander vernetzten Stufen. Erste Umsetzungen des Planes sind unter anderem der Neubau einer Herberge, eine neue Siedlung, der Wiederaufbau eines Weilers sowie die Errichtung eines Agrotourismuszentrums und ausgeschilderter didaktischer Wanderwege. Die Forstwirtschaft wird durch einen Bewirtschaftungsplan gesteuert, der sich nach dem Energiebedarf der Bev\u00f6lkerung richtet. Insbesondere wird Wasser zur Energiegewinnung genutzt, die Erl\u00f6se aus der Elektrizit\u00e4tserzeugung stellen eine wesentliche Einnahmequelle der Gemeinde dar.<\/p>\n<p>In Kooperation mit den Nachbargemeinden und der angrenzenden Region wird an der Errichtung eines grenz\u00fcberschreitenden Naturparks gearbeitet. Ziel ist es, \u201eBiosph\u00e4rengebiet\u201c zu werden, wobei das Potenzial eines k\u00fcnftigen Naturparks bereits jetzt mit der Schaffung von erlebnisp\u00e4dagogischen Angeboten genutzt wird. Auch die Wiederherstellung der Bew\u00e4sserungsgr\u00e4ben (Bisses) in den alpinen Au\u00dfenbereichen der Gemeinde verdient Beachtung.<\/p>\n<p>Das soziale und kulturelle Leben wird gro\u00dfgeschrieben. Zeugnis davon geben die vielen Sport-, Musik- und Gesangsvereine sowie verschiedene andere Vereinigungen wie etwa der Seniorenclub, der Gestaltung, Pflege und Betrieb des neu angelegten Weinbergs gew\u00e4hrleistet. Zu erw\u00e4hnen ist auch das geplante \u201eGenerationenhaus\u201c, in dem Alt und Jung unter einem Dach zusammen leben sollen. Eine Besonderheit stellt eine Privatinitiative zur Wiederbelebung der auf Kr\u00e4utern der Region basierenden Medizin- und Heilungskenntnisse dar.<\/p>\n<p>St-Martin zeichnet sich f\u00fcr den beispielhaften Umgang mit dem Kulturerbe und den nat\u00fcrlichen Ressourcen, das Engagement f\u00fcr den Erhalt der traditionellen Land- und Forstwirtschaft, die Forcierung des sanften Tourismus sowie die Vielzahl an kulturellen und sozialen Aktivit\u00e4ten aus.<\/p>\n<p><em>Evaluiert: 2010<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div data-gallery-style=\"\" id='gallery-1' class='gallery galleryid-1231 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/suen-neige.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/suen-neige-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/restaurant-3237-3242.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/restaurant-3237-3242-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/a-vielle-chottes.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/a-vielle-chottes-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/granges-neige.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/granges-neige-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/reine-maya.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/reine-maya-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gemeinde St-Martin mit ihren rund 950 EinwohnerInnen liegt auf 1.400 m Seeh\u00f6he, etwa 15 km s\u00fcd\u00f6stlich von Sion, der Hauptstadt des Kantons Wallis. 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