{"id":1294,"date":"2016-03-17T11:09:02","date_gmt":"2016-03-17T10:09:02","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=1294"},"modified":"2022-03-06T19:39:25","modified_gmt":"2022-03-06T18:39:25","slug":"adventure-land-maikammer-rheinland-pfalz-germany","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/de\/adventure-land-maikammer-rheinland-pfalz-germany\/","title":{"rendered":"Erlebnisland Maikammer, Rheinland-Pfalz, Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Das Erlebnisland Maikammer wird durch die Ortsgemeinden Maikammer, Kirrweiler und St. Martin gebildet und z\u00e4hlt rund 8400 EinwohnerInnen. An der Deutschen Weinstra\u00dfe gelegen, erstreckt sich die Kleinregion \u00fcber eine Fl\u00e4che von etwa 40 km<sup>2<\/sup> und zeichnet sich durch ihre klimatische Gunstlage und eine Jahrhunderte alte Weinbautradition aus.<\/p>\n<p>Die r\u00e4umliche Entwicklung ist durch kooperative Strategien der drei D\u00f6rfer mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung gekennzeichnet und folgt dem Leitspruch \u201eDrei D\u00f6rfer, ein Ziel\u201c. In Abh\u00e4ngigkeit von Standortqualit\u00e4ten und Lagegunst wurde eine kluge Funktions- und Arbeitsteilung getroffen. Alle drei Ortsgemeinden integrieren die Stadterhaltung und den Denkmalschutz in die st\u00e4dtebauliche Entwicklung. Die Ortsgemeinde St. Martin hat den Tourismus zum Schwerpunkt, die Ortsgemeinde Maikammer deckt den Bereich der Versorgung und kommunalen Infrastruktur ab und die Ortsgemeinde Kirrweiler hat ihren Fokus auf die gewerbliche Entwicklung gelegt.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Weltausstellung EXPO im Jahr 2000 wurde die Region Maikammer als Beispiel einer nachhaltigen Landentwicklung zur Optimierung des Weinbaus durch Bodenordnung als Au\u00dfenprojekt \u201eDorf 2000\u201c einer Welt\u00f6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Das \u201eErlebnisland Maikammer\u201c steht modellhaft f\u00fcr einen sorgsamen Umgang mit den nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen, f\u00fcr eine aktive Begegnung des landwirtschaftlichen Strukturwandels zum Erhalt der Zukunftsf\u00e4higkeit des Weinbaus und f\u00fcr die Erhaltung und Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen im l\u00e4ndlichen Raum.<\/p>\n<p>Tiefgreifende Strukturver\u00e4nderungen in der Bewirtschaftung und in der Weinvermarktung, der Abbruch historischer Bausubstanz, der Wunsch nach gro\u00dfvolumigen Hallenbauten expandierender Weinbaubetriebe und der Verkehrskollaps an den Wochenenden durch Ausfl\u00fcgler in die Naherholungsregion Pf\u00e4lzerwald, machten eine intensive Auseinandersetzung mit den anstehenden Problembereichen notwendig. Die nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfe, durch Realteilung zersplitterte Flurstruktur hatte zu kleinen, teilweise ung\u00fcnstig liegenden Grundst\u00fccken gef\u00fchrt, auf denen eine rationelle Bewirtschaftung nicht mehr m\u00f6glich war.<\/p>\n<p>Der vor \u00fcber 25 Jahren eingeleitete Dorferneuerungsprozess zeichnet sich durch fach\u00fcbergreifende Expertenplanungen sowie ein hohes Ma\u00df an B\u00fcrgerbeteiligung aus. Dem Strukturwandel im Weinbau wurde durch eine Weinbergsneuordnung mit der klaren Zielsetzung der Erhaltung der typischen Weinbaulandschaft unter besonderer Beachtung des Naturschutzes Rechnung getragen.<\/p>\n<p>Mit den wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen ging ein gro\u00dfer Geb\u00e4udeleerstand einher, eine Vielzahl von ortsbildpr\u00e4genden Winzergeh\u00f6ften war in ihrer Erhaltung gef\u00e4hrdet. Als erfolgreiche Gegenstrategie verzichteten die Ortsgemeinden weitgehend auf die Ausweisung neuer Baugebiete an den Ortsr\u00e4ndern und fokussierten alle Anstrengungen auf eine funktionsgerechte und erhaltende Innenentwicklung. Die Revitalisierung und Inwertsetzung alter qualit\u00e4tvoller Bausubstanz zur Erhaltung des malerischen Erscheinungsbildes unter besonderer Beachtung denkmalpflegerischer Aspekte genie\u00dft hohe Priorit\u00e4t. Die umgesetzten Beispiele best\u00e4tigen das vorrangige Ziel einer qualit\u00e4tvollen Innenentwicklung auf eindrucksvolle Weise und unterst\u00fctzen die Direktvermarktung des Naturproduktes Wein in einem historisch gewachsenen Ambiente.<\/p>\n<p>Als Schl\u00fcssel f\u00fcr die kreative Umnutzung alter Bausubstanz ist die Weinbergsneuordnung anzuf\u00fchren, da mit der Schaffung einer zus\u00e4tzlichen r\u00fcckw\u00e4rtigen verkehrstechnischen Aufschlie\u00dfungsachse neue Perspektiven er\u00f6ffnet wurden. Die urspr\u00fcnglichen Hofr\u00e4ume konnten ohne funktionelle Nachteile einer touristischen und gastronomischen Nutzung zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die vorbildliche Sanierung der \u201eAlten Kellerei\u201c in St. Martin verdient hohe Anerkennung, da es gelungen ist, die wertvolle historische Bausubstanz in einen spannungsreichen Dialog mit zeitgem\u00e4\u00dfer Architektur und Funktion zu setzen. In diesem Zusammenhang ist auch der Edelhof in Kirrweiler zu nennen, der als B\u00fcrgerhaus dient und \u00e4u\u00dferst behutsam revitalisiert wurde. Die Einrichtung einer professionellen Bauberatung unterst\u00fctzt den hohen Qualit\u00e4tsanspruch auch im Privatbereich. Die Bem\u00fchungen um die Gestaltung der \u00f6ffentlichen Stra\u00dfen- und Platzr\u00e4ume tragen wesentlich zum positiven Gesamteindruck bei.<\/p>\n<p>Das Erlebnisland Maikammer ist sich seiner klimatisch beg\u00fcnstigten Lage und naturr\u00e4umlichen Qualit\u00e4ten bewusst und nutzt diese St\u00e4rken durch gezielte Ma\u00dfnahmen und Projekte. Die Kombination von Gartenkunst durch die Anlage von Themeng\u00e4rten \u2013 wie z.B. Mediterraner Garten und Bibelgarten &#8211; und Pfalzgenuss durch Direktvermarktung regionaler Produkte in der Gastronomie und Strau\u00dfenwirtschaft, erg\u00e4nzt sich in idealer Weise.<\/p>\n<p>F\u00fcr den ruhenden und flie\u00dfenden Verkehr wurden zur Bew\u00e4ltigung der unterschiedlichen Anforderungen Verkehrskonzepte entwickelt und erfolgreich umgesetzt. An den Ortseing\u00e4ngen situierte Parkpl\u00e4tze sowie attraktive fu\u00dfl\u00e4ufige Verbindungen erh\u00f6hen die Lebensqualit\u00e4t in der historisch gewachsenen Kernzone.<\/p>\n<p>Zur Hochwasservermeidung wurden naturnahe Flussverbauungen mit R\u00fcckhaltezonen, die als zus\u00e4tzliche Biotope dienen, vorgenommen. Die Nutzung alternativer Energieformen, wie z.B. Sonnenenergie, ist in Ans\u00e4tzen vorhanden und zuk\u00fcnftig weiter ausbauf\u00e4hig.<\/p>\n<p>\u00dcberraschend f\u00fcr eine touristisch gepr\u00e4gte Region sind der sp\u00fcrbare gesellschaftliche Zusammenhalt \u00fcber die Generationen hinweg sowie das hohe ehrenamtliche Engagement der B\u00fcrgerInnen. Das Motto \u201eGemeinsam zum Erfolg\u201c zur Hebung der Lebensqualit\u00e4t wird durch besondere Einrichtungen f\u00fcr Kinder, f\u00fcr die Jugend und f\u00fcr die \u00e4ltere Bev\u00f6lkerung sichtbar gemacht.<\/p>\n<p>Das Erlebnisland Maikammer hat im Bewusstsein seiner eigenen St\u00e4rken durch den nunmehr \u00fcber 25 Jahre konsequent verfolgten Dorferneuerungsprozess die anstehenden Hausaufgaben zum Erhalt der Zukunftsf\u00e4higkeit der d\u00f6rflichen Strukturen in hervorragender Weise gel\u00f6st.<\/p>\n<p><em>Evaluiert: 2008<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div data-gallery-style=\"\" id='gallery-1' class='gallery galleryid-1294 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Kirrweiler_Strohgasse_CMYK.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Kirrweiler_Strohgasse_CMYK-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Radler_StMartin_retusche.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Radler_StMartin_retusche-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/EXPO_17.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/EXPO_17-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/image-17.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/image-17-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Erlebnisland Maikammer wird durch die Ortsgemeinden Maikammer, Kirrweiler und St. Martin gebildet und z\u00e4hlt rund 8400 EinwohnerInnen. 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