{"id":637,"date":"2016-02-29T09:41:09","date_gmt":"2016-02-29T08:41:09","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=637"},"modified":"2022-03-06T19:39:34","modified_gmt":"2022-03-06T18:39:34","slug":"goworow-lower-silesia-poland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/de\/goworow-lower-silesia-poland\/","title":{"rendered":"Gowor\u00f3w, Niederschlesien, Polen"},"content":{"rendered":"<p>Das Bergdorf Gowor\u00f3w mit 383 EinwohnerInnen ist ein typisches Waldhufendorf am Fu\u00dfe des Schneegebirges und liegt auf einer Seeh\u00f6he von 400 bis 600 m. Der Ort wurde zuletzt von mehreren Katastrophen wie Hochwassern und einem Gro\u00dfbrand heimgesucht, wobei vor allem bei einer Flut im Jahr 1997 ein gro\u00dfer Teil der Infrastruktur und zahlreiche Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude zerst\u00f6rt wurden.<\/p>\n<p>Gowor\u00f3w liegt inmitten des Naturparks Schneegebirge und ist von einer kleinstrukturierten Land- und Forstwirtschaft gepr\u00e4gt. Der historische Geb\u00e4udebestand geht auf das 18. und 19. Jahrhundert zur\u00fcck, zu den wertvollen erhaltenen Geb\u00e4uden z\u00e4hlen die Kirche, der Gutskomplex und die Wasserm\u00fchle, die vor allem f\u00fcr die Weberei genutzt wurde. Lauterbach, wie Gowor\u00f3w damals hie\u00df, war zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein so genanntes \u201eWeberdorf\u201c mit mehr als 50 Werkst\u00e4tten und einem florierenden Textilmarkt. Auch eine Brauerei, eine Brennerei, eine Papierfabrik und einen Gneis-Steinbruch gab es. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts wurde Gowor\u00f3w als Feriendorf mit zahlreichen Gastst\u00e4tten und Beherbergungsbetrieben bekannt. Nach 1945 wurde der ehemals vorwiegend deutschsprachige Ort durch Menschen aus Wei\u00dfrussland, Litauen und der Ukraine besiedelt und entwickelte sich zu einem Ort der Multikulturalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr die Neuentwicklung des Dorfes war das Trauma des Hochwassers 1997. Der n\u00f6tige Wiederaufbau der gesamten Infrastruktur, die Regulierung des Ortsbaches und die Sanierung der Wohngeb\u00e4ude f\u00fchrten zu einer Aufbruchsstimmung. Die Mitarbeit der Bev\u00f6lkerung mit freiwilligen Arbeitseins\u00e4tzen ist dabei besonders hervorzuheben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Vereinsleben, das von der Feuerwehr \u00fcber die Kultur bis zur Dorferneuerungsbewegung reicht. Viele engagierte und aktive B\u00fcrgerInnen st\u00e4rken das soziale Zusammenleben.<\/p>\n<p>Im Bereich des sanften Tourismus wird mit der Abhaltung allj\u00e4hrlicher Ferienlager in den Sommer- und Winterferien, mit Angeboten wie Urlaub am Bauernhof oder mit der Aktivierung des Wander- und Radwegenetzes Erstaunliches geleistet. Auch die Renovierung alter Bausubstanz mit teilweiser Umnutzung wurde vorangetrieben. Ein Gemeinschaftsraum, eine Bibliothek und das Feuerwehrgeb\u00e4ude wurden errichtet bzw. in bestehende Geb\u00e4ude integriert. Zu erw\u00e4hnen sind schlie\u00dflich auch die Schaffung einer guten Kommunikationsinfrastruktur und der Aufbau eines M\u00fclltrennungssystems mit Recycling. Zur Sicherung der Nahversorgung werden zwei Gesch\u00e4fte betrieben.<\/p>\n<p>Zuk\u00fcnftig ist der weitere Ausbau der Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Abwasser und Beleuchtung geplant, auch f\u00fcr den Radtourismus, f\u00fcr Nordic Walking, Wandern und den Skilanglauf sollen weitere Einrichtungen folgen, wobei die Etablierung eines nachhaltigen Tourismus h\u00f6chste Priorit\u00e4t hat.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerInnen beweisen bei der Umsetzung von Projekten f\u00fcr die Dorfgemeinschaft hohes unentgeltliches Engagement und durch gesellschaftliche Aktivit\u00e4ten in den Vereinen ihren starken Zusammenhalt. Das stete Ziel, die Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr Einheimische wie auch f\u00fcr BesucherInnen zu steigern, ist deutlich sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p><em>Evaluiert: 2014<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div data-gallery-style=\"\" id='gallery-1' class='gallery galleryid-637 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DSC_0157.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DSC_0157-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DSC_0221-2.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DSC_0221-2-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DSC0264.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DSC0264-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/MG_7073.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/MG_7073-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/IMG_7676.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/IMG_7676-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/IMG_7771.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ruralroadmap.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/IMG_7771-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bergdorf Gowor\u00f3w mit 383 EinwohnerInnen ist ein typisches Waldhufendorf am Fu\u00dfe des Schneegebirges und liegt auf einer Seeh\u00f6he von 400 bis 600 m. 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